Welche Veränderungen eine neue Datenschutzgrundverordnung für Unternehmen bringt

The Circle und der Datenschutz - EU-Datenschutzgrundverordnung

Ein Kinofilm mit politischem Bezug, etwas Science Fiction und dem Thema Privatsphäre – „The Circle“ ist aktuell in den Kinos und bietet den Anlass, sich einmal mit dem Datenschutz näher zu beschäftigen. Welche Veränderungen ab 2018 auf uns zukommen erklären Marko und Miriam Hamel im Live-Interview.

Etwas zu wissen, ist gut. Aber alles zu wissen ist noch besser.

Nach diesem Motto ist das Ziel einer großen Firma im Film ausgerichtet: die absolute Transparenz erreichen. Durch diese Transparenz wird versucht, den Menschen zu helfen, Gewalttaten zu verhindern und Kriminalität zu besiegen. Dafür die Privatsphäre aufzugeben wird zu einem hohen Preis. Und auch der Datenschutz soll aufgeweicht und die Gesetzgebung angepasst werden.

Ab Mai 2018 gültig: Die EU-Datenschutzgrundverordnung

Auch in der Realität der heutigen Zeit stehen wir vor einer Wende. Im Moment gilt noch die EU-Datenschutz-Richtlinie, die in Landesrecht umzusetzen ist und somit erst dann verbindlich wird. Jedes Land ist somit angehalten, eigene Gesetze zu finden und durchzusetzen. Doch dies soll sich bald ändern. Mit der EU-Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai 2018 gültig werden wird, ändern sich die Dinge. Diese Verordnung ist keine Richtlinie sondern ein geltendes Gesetz, das für alle Länder der EU gleichermaßen gilt. Sie stellt daher den Mindeststandard zum Thema Datenschutz in der EU dar. Die Länder haben nun die Möglichkeit, diese noch zu verfeinern und strenger zu gestalten.

Welche Folgen kann das für Privatpersonen wie auch für Unternehmen mit sich bringen? Und welche konkreten Beispiele an Veränderungen können wir jetzt schon absehen? Diese Fragen beantworten Marko und Miriam Hamel im Interview:

Wirtschaftlich:
Für Versicherungen und Kreditvergabe werden persönliche Informationen gesammelt und auf die Profile der Kunden angepasst. So wird es möglich, auf Basis der Daten wie beispielsweise des Wohnorts oder des Gesundheitszustandes der Person bessere oder schlechtere Konditionen zu vergeben.
Politische Konstellationen ändern sich:
Neue Regierungen können das Interesse an Daten durchsetzen und einen Nutzen daraus ziehen, bestimmte Daten und Informationen zu erlangen und zu verwenden.
Im privaten Bereich:
Der Datenschutz leitet sich aus dem Persönlichkeitsrecht ab. Persönliche Daten zu der Person sind zu schützen. Daher unterliegen die Daten der Datenschutzgrundverordnung, sobald sie öffentlich verwendet werden sollen.
Strafmaße verändern sich:

Bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens und bis maximal 20 Millionen Euro wird durch das neue Strafgesetz verlangt. Damit steigen die Strafmaße also stark und können Unternehmen nicht mehr nur einen Ansehensverlust, sondern ab 2018 auch hohe Geldverluste einbringen.

Datenschutz und neue EU-Grundverordnung
Datenschutz und neue EU-Grundverordnung

Zusammenfassung

Für Unternehmen wird es daher wichtig, sich mit dem Thema Datenschutz auseinander zu setzten. Bis Mai 2018 – mit dem Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung – müssen sie nötige Anpassungen in den Prozessen und der IT umzusetzen. Dafür kann das Internet mit vielen bereit gestellten Informationen eine Hilfe sein. Auch Workshops und Seminare zu diesem Thema werden von verschiedenen Organisationen angeboten.

Welche Umstellungen haben Sie im Unternehmen bereits vorgenommen oder geplant? Teilen Sie uns Ihre Meinungen und Ansichten in den Kommentaren mit.

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