Wie Sie Business-Theater in Unternehmen erfolgreich bekämpfen

Ergebnisse visualisiert, Erkenntnisse behalten

Der erwicon 2017 brachte Teilnehmern neben zahlreichen Workshops und Podiumsdiskussionen auch spannende Vorträge zum Thema „New Work“. Einer davon war Dr. Lars Vollmer’s Vortrag „Zurück an die Arbeit“. Und wie Menschen aus Business-Theatern wieder echte Unternehmen machen, darüber hat er den etwa 600 Teilnehmern zu denken gegeben. Wir haben im Digital Graphic Event Recording dieses Thema visualisiert und die Ergebnisse festgehalten.

Doch zunächst einmal – Was bedeutet Business-Theater eigentlich?

Das heutzutage typische Business-Theater ist für Unternehmer und Autor Prof. Dr. Lars Vollmer die Beschäftigung mit sich selbst, anstatt das gewinnbringende Arbeiten für Andere.

Denn nur dann, wenn ich für andere etwas tue, arbeite ich.

Die Krankheit der heutigen Zeit sei es deshalb, sich mehr zu beschäftigen als wirklich zu arbeiten. Ungefähr die Hälfte unserer Arbeitszeit verschwenden wir nach Dr. Vollmer mit Business-Theater. Und das wird immer mehr, wenn wir nichts dagegen tun. In Meetings, Mitarbeitergesprächen und Audits findet dieses Business-Theater täglich statt. Es werden Power-Point-Präsentationen zusammengebastelt, Prozesse glatt gezogen und neue Policies aufgestellt, die an den Kundenwünschen vorbeigehen. Am Ende wird alles auditiert, um zu schauen, ob sich genug beschäftigt wurde. Und jeder weiß, dass eigentlich nicht gearbeitet wurde.

Deshalb: Zurück an die Arbeit!
Keine Lust auf Business-Theater?

Das Schlimme dabei: Die Menschen leiden. Sie haben keine Lust auf das Business-Theater. Doch versuchen Mitarbeiter, innovative Gedanken in das Unternehmen einzubringen, werden sie häufig dafür bestraft.

Erfolgreiche Unternehmen handeln anders

Sie denken zunächst nach und schauen sich an, was sich ihre Kunden wirklich wünschen. Sich gerade nicht mit den Policies zu beschäftigen hilft ihnen, die Strategien anzupassen und den Kunden ein besseres Angebot machen zu können. Prof. Dr. Lars Vollmer rät, sich dies auch für das eigene Unternehmen einmal anzuschauen. Wo arbeiten Sie und in welchen Bereichen beschäftigen Sie sich nur selbst und tun nichts für andere? Dieser sogenannte Praktiken-Putz macht erfolgreiche Unternehmen schneller und bringt sie näher an den Kunden heran.

Kundenwünsche gegen interne Referenzen - Wie die Policies den Weg behindern
Kundenwünsche gegen interne Referenzen – Wie die Policies den Weg behindern

Was andere Unternehmen hindert ist der Taylorismus. Sie benötigen lange Zeit, um externe Referenzen in interne Referenzen zu übersetzen. Bis die Kundenwünsche vom Unternehmen herausgefunden, verstanden und in eine Policy übersetzt werden, haben sich die Bedürfnisse der Kunden schon wieder geändert. Und dabei hilft nicht einmal die Digitalisierung. Prof. Dr. Vollmer macht klar, wenn sie im Unternehmen etwas schlechtes digitalisieren, ist es immer noch schlecht, aber digital. Und bringt Ihnen das den gewünschten Erfolg?

Was können Unternehmen tun, um aus dem Business-Theater auszubrechen und zurück an die Arbeit zu kommen?

Was machen erfolgreiche Unternehmen anders?
Das Business-Theater umgehen, Taktiken anpassen und Strategien auf den Kunden anpassen
  • Nachdenken:
    Machen Sie sich bewusst, was in Ihrem Unternehmen die gewinnbringenden Prozesse sind
  • Der Praktiken-Putz:
    Nach dem Nachdenken ist es wichtig, auch ins Handeln zu kommen. Wie können Sie die vorhandenen Praktiken anpassen, um effizienter zu werden? Was sind die wirklichen Wünsche Ihrer Zielgruppe, Ihrer Kunden? Wie werden Sie diesen gerecht, ohne noch weitere Zeit zu verschwenden um Policies auszuarbeiten?
  • Genügend Raum für Innovation:
    Oftmals haben Mitarbeiter tolle Ideen, die sich aber nur schwer gegen die internen Policies durchsetzen lassen. Bieten Sie genügend Platz, um eine neue Idee wachsen zu lassen.

Eine große Gefahr verbirgt sich hinter den internen Referenzen im Unternehmen. Wenn wieder neue Runden gedreht werden, wieder neue Policies entstehen, die keinen Fortschritt bringen und Unternehmer auf der Stelle stehen bleiben. Weitere Tipps dagegen gibt Prof. Dr. Lars Vollmer in seinem Buch „Zurück an die Arbeit“. Was Sie im Unternehmen machen können, um mit den Menschen wirklich voranzukommen und den Praktiken-Putz erfolgreich zu gestalten.

Warum Visualisieren einem Business-Theater vorbeugt

Ein weiterer Tipp, zurück an die Arbeit zu kommen, ist das Visualisieren. Viele Menschen im Unternehmen haben das Problem, sich hinter den internen Policies zu verstecken. Sie vertreten die strengen Vorgaben und internen Referenzen auch gegenüber den Kunden und gehen dabei an Ihren wahren Bedürfnissen vorbei. Gewinne und Erfolge gehen verloren, ebenso wie der Blick für die echten Kundenwünsche. Wenn Sie sich in diesem Rahmen im Unternehmen zusammensetzen und Themen visuell moderiert erarbeiten, fällt schnell auf, wo der Fehler liegt. Hinter vielen Begriffen und Themen steckt kein Erfolg. Das Business-Theater fällt im Workshop auf dem Blatt Papier oder am iPad auf. Und das lässt sich sofort bekämpfen.

Ergebnisse visualisiert, Erkenntnisse behalten
Die Erkenntnisse auf dem Vortrag von Dr. Lars Vollmer auf dem erwicon 2017 im Digital Graphic Recording von Visual Selling®

Wie schaffen Sie es, das lästige Business-Theater in Ihrem Unternehmen zu bekämpfen? Welche Strategien sind sinnvoll und welche sollten Unternehen besser über Board werfen?

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Aus Erfahrung kenne ich mehrere Szenarien. Große Firmen mit mehr als 300 Personen in der Verwaltung brauchen keinen Kunden mehr, der stört nur die internen Vorgänge und „Kreisläufe“. Auch kennt Jeder den Begriff der Initiativbestrafung („na dann mach mal selber..“) und die Sprüche:“ auch ein Vorschlag ist ein Schlag, das Bessere ist Feind des Guten..“ Damit wird wie richtig dargestellt jegliche Mitarbeiterinitiative im Keim erstickt. In kleinen Firmen, in denen der Chef alles selbst aufgebaut hat und es sein „Baby“ ist, kann es auch dazu führen das der Chef alles seinem Duktus unterwirft und kein Platz für Individualität bleibt, wie z.B. Der gesamte Schriftverkehr nach außen geht über den Chef und egal was geschrieben wurde, der Chef schreibt es neu.
    Es fehlt mir ein sehr wichtiger Gedanke, der firmeninterne Umgang mit Fehlern (Fehlerkultur). Es gibt Firmen in Deutschland die belohnen einen Mitarbeiter wenn er einen von ihm gemachten Fehler meldet. Das ist kostengünstiger als den Fehler zu vertuschen und das ganze Produkt, die Serie wird mangelhaft. Angst vor Fehlern und die sich daraus ergebende Bloßstellung ist das größte Gift für Kreativität, denn es verhindert Lösungsansätze für zukünftige Fehlervermeidungen.

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